
Herr Hohmeyer FDP, Friedhelm Pörtner MdL, Inse Marie Ortgies MdL, Christin Krischke, Herr Walter und Frau Hirche, Petra und Hans-Georg Jürgens (Sponsoren), Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, Andreas von Graevemeyer Leiter der Fürstl. Hofkammer, Frau Bödecker FDP, Reiner Brombach, Bürgermeister
Schulterschluss in der Hofreitschule
Der niedersächsische Wirtschaftsminister konnte sich am Mittwoch, den 20.06.2007 selbst davon überzeugen: Bückeburg steht voll hinter seiner Hofreitschule.
Anlässlich des Besuchs von Walter Hirche gaben die Hofbereiter eine nachmittägliche Reitkunstvorführung mit Sektempfang und führten die etwa fünfundzwanzig Gäste durch das Marstallmuseum und den Stall der Fürstlichen Hengste.
Neben dem Minister und seiner Gattin waren auch Fürst Alexander, Bürgermeister Reiner Brombach und der Landtagsabgeordnete Friedhelm Pörtner der Einladung gefolgt. Die großen Tourismusverbände wie Weserberglandtourismus und Schaumburgerland Tourismus waren ebenso angetreten, wie die Tourismusbeauftragte der CDU Inse Marie Ortgies und Vertreter der Volksbank und der Sparkasse, des Stadtmarketing und der Hofkammer.
Ausgelassene Stimmung begleitete die wie immer exquisite Reitkunst, ob im Damensattel oder am Langen Zügel, ob in den Schulen über der Erde oder den Kunstgangarten, die Schulhengste brillierten mit ihrem Können und die Gäste applaudierten stürmisch und ließen sich ganz vom Tanz der noblen Hengste gefangen nehmen.
Und so staunten sie nicht schlecht, als die Gastgeber Christin und Wolfgang Krischke zum Höhepunkt der Vorführung einen Glockendegen zur Hand nahmen. Mit spektakulären und filmreifen Fechtszenen zu Pferd demonstrierten sie die "angewandte Reitkunst", mit der sie nach eigener Aussage immer wieder prüfen, ob ihre Reitkunst nicht etwa "künstlich" wird, ob sie also noch für das taugt, wofür die erfunden wurde: den Nahkampf Mann gegen Mann mit der Blankwaffe.
"Die Paarung von Kunst und Freude" beeindruckte den Minister tief, sein Eintrag im Gästebuch der Hofreitschule lobt den kulturellen Stellenwert und das große persönliche Engagement der Initiatoren, er werde die Hofreitschule in bester Erinnerung behalten und von Herzen weiterempfehlen.
"Wir versprechen uns sehr viel von dieser Wahrnehmung durch die "große" Politik ", hatte die erste Oberbereiterin Christin Krischke in ihrer Einladung geschrieben und meinte damit die laufenden Verhandlungen über EU-Fördermittel für die Hofreitschule. " Nach vierjähriger Aufbauarbeit aus eigener Kraft hat sich die Hofreitschule nun in das Blickfeld der Landespolitik gerückt und wir erhoffen uns von diesem Ministerbesuch die für den langfristigen Fortbestand notwendige Unterstützung."
Nirgends hätten Krischkes ihr weltweit einzigartiges Projekt der Wiederbelebung der Reitkunst des 18. Jahrhunderts an einem europäischen Adelshof besser verwirklichen können als im Pferdeland Niedersachsen und sie sind stolz auf so viel Zuspruch und freundschaftlicher Rückendeckung: "Mit Bückeburg haben wir einen wahrhaft viel versprechenden Standort gefunden, in authentischem Gemäuer mit den überlieferten, einst hier gezüchteten Pferden. Und wir stehen mit höchstem kulturellen Anspruch dafür ein, dass Bückeburg bald die "deutsche Hauptstadt der Reitkunst" wird, mit belebender Auswirkung auf alle Bereiche der Wirtschaft. Es war uns eine große Freude, im Schulterschluss mit so vielen namhaften und einflussreichen Freunden der Hofreitschule unseren Wirtschaftsminister von der Qualität der Fürstlichen Hofreitschule überzeugen zu dürfen."
Ob und wann die Hofreitschule die erwünschten Zuschüsse bekommt, darüber wird jetzt wieder in Hannover verhandelt, erste Ergebnisse verspricht man sich bis Ende August.